Viererbob als Motivations-Straf-Teambuilding

Tja, was war das jetzt? Straftraining, Motivationsmaßnahme oder „Teambuilding“? In den Gesichtern der Spieler waren unterschiedliche Endrücke abzulesen. Am Dienstagabend um kurz vor 19 Uhr – also vor dem eigentlichen Training – hatte Löwen-Trainer Clayton Beddoes zu einer Parkplatzbesichtigung geladen. Wollte er zeigen, in welchem schäbigen Zustand Parkplätze für 3 Euro sind?
Nein, das Team veranstaltete eine Art Anschiebe-Wettbewerb wie beim Viererbob. Nur das der Bob ein Smart war und statt Eis die Piste aus Schnee bestand. In der ersten Runde mussten 3 Viererteams (die Torhüter saßen drinnen und lenkten) die kleinen Kisten um einen rund 400 Meter langen Kurs wuchten. Das Siegerteam war aus der Nummer raus, die übrigen beiden mussten in eine Ausscheidung auf verkürzter Strecke. Die Verlierer hatten später das Vergnügen, Extra-Einheiten auf dem Eis absolvieren zu müssen.
Einige Spieler hatten durchaus Spaß an der Sache, andere dachten wohl „was soll das denn?“, manche waren sichtlich platt danach. Namen sollen an dieser Stelle nicht genannt werden. Außer einem: Roland Mayr schob fast wie ein Ochse den Smart vor sich her also wolle er sich noch für den Deutschland-Vierer bei Olympia qualifizieren. Und im Gegensatz zu manch anderem wírkte er kaum angestrengt.

Bresagk: „Wir stellen uns der Lage“

Es ist offensichtlich, dass die Löwen in der aktuell verzweifelten Lage alles probieren, um noch einmal Schwung ins Team zu bringen. Auf disziplinarische Maßnahmen wird nicht nur mangels Optionen verzichtet. Bresagk und Beddoes haben in Gesprächen auch festgestellt, „das die Spieler völlig demoralisiert sind, schon beinahe Angst haben, wieder aufzulaufen.“ Natürlich müsse sich das Team der Verantwortung stellen, „aber wenn wir den Druck jetzt noch erhöhen, kriegen die gar nichts mehr gebacken. Alle sind physisch und mental angeschlagen.“ Klar sei aber auch, „dass die Mannschaft den Kredit beim Publikum gründlich verspielt hat“, so Bresagk. „Wir nehmen das sehr ernst und stellen uns auch der Kritik der Fans – sofern sie sachlich bleibt.“ Alles komme nun auf den Prüfstand.
Ab sofort wird Bresagk während der Spiel auch nicht mehr mit an der Bande stehen sondern auf der Tribüne Platz nehmen: „Von oben hat man mehr Abstand und Perspektive auf das Geschehen. So kann ich das Spiel und Verhalten der Spieler in kritischen Situationen besser beurteilen.“

Kommentare

2 Kommentare zu “Viererbob als Motivations-Straf-Teambuilding”

  1. Mike am Do 09.02.12 09:17

    …und im Autoradio knödelte Grölemeyer “Was soll das?”…

  2. Winkel,Alex am Fr 10.02.12 11:44

    Was das soll? Gute Werbung (s. Bild) für den Autopartner der Löwen. Und Motivation f. d. Spieler,die werden sich heute und primär in Bad Nauheim den “Allerwertesten” aufreißen.Mit einem Sieg in Bad Nauheim wollen sie die bitterbösen Fans versöhnen. Etwas einfachgedacht,ihr Cracks. Das reißt den Karren auch nicht mehr aus dem Pokalruneden-Dreck…..

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