Saisonende für Barg – wie geht es weiter mit den Löwen?
Man konnte es gleich ahnen, wenig später wurde es zur Gewissheit: Nach einem unglücklichen Zusammenprall im Pokalspiel gegen die Hannover Indians (2:3) mit einem Gegenspieler, bei der Simon Barg sich schützen wollte, brach er sich das rechte Handgelenk. Und das auch noch schwer, ein so genannter „gestauchter Bruch“, so Teamarzt Dr. Thorsten Walter, „da sind vermutlich mindestens zwei Operationen nötig.“ Ein Comeback von Barg in der Endrunde oder den Playoffs ist damit ausgeschlossen. Im Vordergrund steht die Funktionsfähigkeit des Handgelenks.
EU-Recht könnte Wechselfristende aushebeln
Zunächst Mal ist die Verletzung ganz bitter für Barg selbst. Aber die Löwen trifft der Ausfall auch sehr hart. Der 28-jährige Kanadier war nicht nur Denker und Lenker in der Offensive, sondern mit 56 Punkten aus 26 Spielen auch der Topscorer.
Doppelt ärgerlich: Am vergangenen Sonntag lief die Wechselfrist für Transfers in der Oberliga ab. Doch möglicherweise gibt es einen Ausweg. Denn nach EU-Recht darf arbeitslosen Profisportlern nicht das Recht auf einen Vertrag verweigert werden, unabhängig von Verbandsinternen Regelungen. Demnach könnten die Löwen auch jetzt noch einen bislang inaktiven Spieler verpflichten. Sowohl im Fußball wie auch im Geltungsbereiches des DEB wird das auch akzeptiert. Denn arbeitslose Profisportler dürfen nicht gegenüber anderen Arbeitssuchenden benachteiligt werden. Allerdings lebt der Landesverband NRW bekanntlich in einer eigenen (Rechts-)Welt.
Mayr nun in der ersten Reihe
Kurzfristig will Trainer Clayton Beddoes so reagieren, wie er es auch im Pokalspiel gegen Hannover schon tat: Roland Mayr rückt als Center zu Jan Barta und Alex Althenn, Max Seyller spielt Center für Sven Breiter und Martin Schweiger, im dritten Block sollen Kevin Thau, Marvin Bauscher und Dominique Hensel spielen.
„Natürlich ist der Ausfall von Simon bitter“, so Beddoes, „aber wir geben deswegen nicht auf. Das Team muss eine Trotzreaktion zeigen und alle müssen eben ein paar Prozent mehr aus sich rausholen.“
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