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Matchstrafe Young - ein Nachteil, der zum Vorteil wurde

Bei aller unterschiedlicher Auslegung: Die Schlüsselszene des Spiels gegen Düsseldorf war die Szene in der 50. Minute, als Jason Young DEG-Akteur Chris Harrington mit einem Ellebogen-Check gegen den Kopf niederstreckte. Der Sachverhalt war eindeutig: „Ich kenne Jason und unterstelle ihm keine Absicht“, so DEG-Coach Harold Kreis sehr sachlich, „aber der Angreifer hatte eine gewisse Verantwortung, wenn ein abwehrender Spieler ihn nicht kommen sieht.“
So hätte Young zur tragischen Figur werden können, falls Düsseldorf während des fünfminütigens Powerplays getroffen hätte. So aber fighteten die Lions sich durch, um dann später in eigener Überzahl zu treffen. „Die Unterzahl zu überstehen, war ein Motivationsschub für uns“, räumte Lions-Coach Rich Chernomaz freimütig ein. Und Kreis erkannte an: „Frankfurt hat in Unterzahl so viel Druck aufgebaut, dass wir kaum zu Chancen kamen.“ Am Ende stand ein hart erkämpfter Lions-Sieg, der zumindest eines bestätigte: Sie können zwar derzeit keine Siegesserie aufbauen, aber sie verlieren auch nicht zweimal in Folge. Allerdings hat Chernomaz durch die Matchstrafe für Young nun weiter das Problem, dass immer nur Akteure mit deutschem Pass ausfallen. In Hamburg am Freitag wird er erneut in der Offensive auf den AL-Postionen rotieren – gegen Düssledorf musste Joey Tenute auf die Tribüne. Wie es gegen Iserlohn am Sonntag aussieht, lässt er noch offen.

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