Es war mehr drin

Die Mission „Ehrenrettung“ scheint beiden Löwen erfolgreicher zu laufen als die gescheiterte Mission „Top-Vier“. Zwar langte es auch im vierten Derby gegen Bad Nauheim nicht zu einem Sieg, doch die 3:5-Niederlage bei den Roten Teufel war noch weit knapper, als es das Ergebnis ohnehin aussagt: Beim Stand von 3:4 wurde den Löwen das glasklar erzielte 4:4 (43.) nicht anerkannt, weil gleich beide Hauptschiedsrichter es nicht gesehen haben wollten.
Nicht Wenige hatten angesichts des weiter dünnen Kaders mit nur 11 Feldspielern eine Klatsche erwartet oder zumindest ein leichtes Spiel für Bad Nauheim. Deren Spieler wohl auch, denn sie kamen lange nicht mit der soliden und „cleveren“ Spielweise (EC-Trainer Fred Carrol) der Löwen zurecht, die nach dem ersten Drittel sogar 2:1 führten. Überhaupt klappt die Defensivarbeit in den vergangenen zwei Spielen besser. In der Wertung „fünf gegen fünf“ hätten die Löwen die Partie sogar 3:2 gewonnen, Nauheim traf im Mittelabschnitt gleich dreimal in Überzahl.
„Heute bin ich stolz auf die Jungs, sie haben alles gegeben“, so Trainer Clayton Beddoes. Auch Michael Bresagk meinte: „Alle haben mit Leidenschaft gespielt.“ Warum dies erst jetzt gelingt obwohl es sportlich um nichts mehr geht liegt vielleicht genau daran: „Ohne Druck spielt es sich manchmal leichter“, so Beddoes. Dummerweise gehört Druck aber nunmal zum Leistungssport.

Kommentare

2 Kommentare zu “Es war mehr drin”

  1. Jens am Mo 13.02.12 11:35

    Hi Kit, zum vermeintlichen 4:4 mein Kommentar aus dem Forum: “Selbst auf Höhe der Mittellinie relativ nah am Eis war rein gar nix zu erkennen. Da aber das folgende Bully in der neutralen Zone stattfand, habe ich einen Regelverstoß (Torraumabseits ?) vermutet. Wäre der Puck “nur so” nicht drin gewesen, hätte es ja Bully im Nauheimer Drittel geben müssen.”

  2. Winkel,Alex am Mo 13.02.12 14:48

    Stand hinterm Tor. Der Puck war zweifelsohne über die Linie, aber es handelte sich möglicherweise um Torraumabseits. Darauf deute zumindest die Handbewegung des einen HSR. hin. Davon abgesehen: Hochachtung vor den Löwen, das waren endlich wieder Löwen mit Herz. Leider hat auch Manager Bresl Pech gehabt mit manchen Neuverpflichtungen (nicht alle, siehe Althenn zumindest zu Hause und Breiter, der allerdings in Bad Nauheim übertrieben hart und unsauber agierte). Noch nicht einmal sportlich, sondern psychologisch. Wenn es um nichts mehr geht, geht es plöööötzlich. Warum wohl. Versagerängste???

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