Ein Sieg der „breiten Brust“

Für Statistikfreunde war der 3:1-Sieg der Löwen in Hamm eine wahre Fundgrube. Zum einen hat sich „1. Drittel-Orakel“ bestätigt: Immer wenn die Löwen mit einer Führung aus dem 1. Drittel gehen gewinnen sie auch. Zum anderen gab es zwei statistische Raritäten: Die Sieg in Hamm war erst der zweite Auswärtssieg gegen ein Top-Acht-Team (der andere gelang in Ratingen) und erst zum zweiten Mal überhaupt in 24 Spielen könnten die Löwen einen Rückstand in einen Sieg umwandeln. Begünstigt durch den nur 16 Sekunden späteren Ausgleich.

Hart, schnell, variabel

Inhaltlich lassen sich folgende Gründe für den letztlich souveränen Erfolg festmachen:
Stichwort Körpersprache: „Heute sind wir von der ersten Sekunde an auch mit den Herz als echte Löwen aufgetreten“, so Trainer Clayton Beddoes, „stolz, mutig und mit breiter Brust.“
Stichwort Tempo: Mit Beginn der Meisterunde haben fast alle Spieler einen Schalter ungelegt. Tempo und Zweikampfhärte waren ein wichtiger Faktor, die Löwen haben bis auf wenige Phasen den Gegner klar dominiert.
Stichwort Taktik: Das anspruchsvolle Training von Beddoes – was anfangs das Team fast überforderte – trägt nun Früchte. Mal produzierten die Löwen ein Tor mit Druck (das 3:1 durch Althenn), mal spielten sie messerscharfe Konter in die zentrale Schnittstelle des Gegners, die zu den 1 auf 0-Break-Toren von Barg und Schweiger führten. Im Schlussabschnitt wechselten sie Löwen die Taktik, ließen den sehr passiven Gegner in den dessen eigener Zone einfach verharren und spielten sich hinten seelenruhig die Scheibe zu und Uhr runter ohne dabei groß gestört zu werden.
Stichwort Selbstvertrauen: Nach dem 0:1 ließen die Löwen nicht den Hauch an Schock oder Panik erkennnen. In den Köpfen gab es nur ein Programm: Bully gewinnen und Ausgleich machen.

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