6:5 gegen Nürnberg…alles über die Statistik-Lüge
Wie bitte schön, soll man ein Spiel analysieren, in dem Team A erst drei Tore in Folge schießt, dann Team B vier und Team A wiederrum drei in Folge wie beim 6:5-Sieg der Lions gegen die Ice Tigers? Man bräuchte 3 Seiten. Aber einen Versuch ist es wert.
Statistiken verraten nicht alles
Eines vorweg: Selten hat die Plus/Minus-Statistik so wenig Aussagekraft wie in diesem Spiel. Zum Beispiel 1: Michel Periard stand zwar bei -3, traf aber zum Siegtor. Beispiel 2: Joey Tenute endete bei +2, fiel aber offensiv – jedenfalls bei den Toren, kaum auf. Beispiel 3: Kapitän Eric Schneider hatte viel Pech am Stiefel, schoss aber das 3:1. Ex-Kapitän Jason Young schoss zwar kein Tor, stand aber drei wichtigen Toren auf dem Eis und endete mit +2.
Insgesamt ein Spiel gegen jede Statistik. Außer bei Jamie Wright. Der traf zum ersten Hattrick seiner Profi-Karriere. (Zur Erklärung: Im ango-amerikanischen Sprachraum wird nur zwischen „hattrick“ - drei Tore – und „natural hattrick“ - 3 goals in one period unterschieden. Den „lupenreinen Hattrick“ (3 ohne Unterbrechung) gibt es dort nicht).
Wright: Erster Hattrick bei den Profis
Und nicht nur das: Wright zum 1:1, Wright zum 5:5 und Wright-Pass zum 6:5. War der Kanadier deswegen spektakulär? Ehrlich gesagt: Nein. Aber ungemein schlau – und effektiv! Denn gegen effektive Nürnberger setzte er seine persönliche Effektivität. Manchmal brauchen die Lions in ihrer aktuellen „Lack-of-cleverness“-Phase genau das! Nürnberg wirkte über das ganze Spiel reifer. Die Lions wild entschlossen. Manchmal hilft das – plus ein Typ wie Wright.
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