google
yahoo
bing

Eric Schneider neuer Center

Die Lions haben Ersatz für Chris Taylor gefunden. Neuer Center wird Eric Schneider. Allerdings können die Lions den Wechsel aus rechtlichen Gründen erst ab dem 1. August bestätigen, da an diesem Tag die Frist für Taylor abläuft. Schneider hat zuletzt bei den Hannover Scorpions gespielt. In den vergangenen zwei Spielzeiten hat er jeweils 25 Tore markiert. Der 31-jährige Kanadier gilt als klassischer Torjäger mit Durchsetzungskraft vor dem Tor.
Unterdessen haben die Lions nun auch offiziell den Wechsel auf der Co-Trainer-Position bestätigt. Jamie Bartman wechselt als Cheftrainer zum HC Bozen nach Italien, neuer Assistent wird Clayton Beddoes, zuletzt Köln.

Bartman weg, Beddoes neuer Co-Trainer

Das ging jetzt schnell: Wie die FR erfuhr, wird der bisherige Lions-Co-Trainer Jamie Bartman am heutigen Freitag als neuer Chef-Trainer des HC Bozen vorgestellt. Clayton Beddoes (Ex-Haie) wird Assistent in Frankfurt. Die Lions halten sich allerdings bis zuletzt sehr bedeckt. Noch am Donnerstag-Nachmittag sprach Manager Dwayne Norris nur von einer „Anfrage“ von Bartman zur Vertragsauflösung, „er hat bei uns einen gültigen Vertrag“.
Nach der unschönen Taylor-Geschichte sind sie bei den Lions offensichtlich etwas nervös geworden. Denn auch zu diesem Thema gibt es wenig Erhellendes. Bis zum Samstag, 1. August, läuft das vertragliche Ultimatum für Taylor: „Falls ein Spieler bis dahin nicht zum Training erscheint“ - Norris nimmt den Namen Taylor nicht in den Mund -, „hat er Vertragsbruch begangen.“ Natürlich hat Norris längst Alternativen an der Hand, doch die wird er nicht vor dem 1. August öffentlich diskutieren.

Co-Trainer Bartman auf dem Sprung nach Italien

Kurz vor Saisonbeginn müssen sich die Lions möglicherweise nach einem neuen Co-Trainer umsehen. Jamie Bartman hat die Chance, Cheftrainer beim italienischen Serie A-Ligisten und aktuellen Meister HC Bozen zu werden. Nach FR-Informationen steht Bartman ganz oben auf der Liste von Bozens Präsident Dieter Knoll. Bartman ist eine Empfehlung des ehemaligen, mittlerweile verstorbenen Bozener Trainers Ron Kenedy. Allerdings müssten die Lions einer Vertragsauflösung zustimmen, da Bartman bekanntlich einen Vertrag bei den Lions hat. Allerdings ist denkbar (und durchaus nicht unüblich), dass Bartman für den Fall eines Cheftrainer-Angebotes eine Ausstiegsklausel hat.

Lions holen Ex-Freezer Blanchard

Die Lions-Defensive ist komplett. Sean Blanchard (31) wechselt von den Hamburg Freezers nach Frankfurt. Er erhält einen Einjahres-Vertrag. Wie zu erwarten, hat Manager Dwayne Norris zum einen auf einen Akteur gesetzt, der schon einige Erfahrung in der DEL mitbringt (zuvor spielte er schon in Iserlohn). Zum anderen ist Blanchard eher ein Verteidiger, der hauptsächlich defensiv ausgerichtet ist. „Er wird unserer Verteidigung mehr Stabilität verleihen und den gegnerischen Stürmern in unserer eigenen Zone das Leben schwer machen. Sean hat zudem einen einwandfreien Ruf als Teamplayer“, so Norris. Der Kanadier ist der vierte AL-Verteidiger neben Periard, Slaney und Angell bei den Lions.
Sean Blanchard wurde am 29. März 1978 in Greater Sudbury (Kanada) geboren. In der vergangenen Spielzeit erzielte der 180 cm große und 85 kg schwere Kanadier in 60 DEL-Spielen für die Freezers zwei Tore und gab 21 Vorlagen. Während seiner Profikarriere in Nordamerika absolvierte Sean Blanchard insgesamt 89 Spiele in der AHL und weitere 192 Partien in der ECHL. Zur Saison 2001-02 entschied sich der Kanadier zu einem Wechsel nach Europa. Nach einem einjährigen Gastspiel in Nordamerika verpflichteten ihn die Iserlohn Roosters für die DEL-Saison 2007-08, bevor er im vergangenen Sommer nach Hamburg wechselte.

Keine Chance auf Ablöse in Sachen Taylor

Sofern sich der Wechsel von Lions-Center Chris Taylor zu den Rochester Americans bestätigt – und daran gibt es kaum noch einem Zweifel -, haben die Lions keine Chance auf eine Ablösesumme. Zwar gibt es ein Abkommen zwischen dem internationalen Verband IIHF und der AHL, dass Spieler bei einem Wechsel Transferkartenpflichtig sind. Diese Transferkarte bekäme Taylor nur, wenn die Lions einer Vertragsauflösung zustimmen würden. Doch auch ohne Transferkarte kann niemand Rochester hindern, Taylor einzusetzen. Zu Sanktionen käme es nur, falls Taylor noch einmal nach Europa zurückkehren würde, was angesichts seines Alters (37) höchst unwahrscheinlich ist. Somit können die Lions mit keiner Entschädigung rechnen.
Gleichwohl bleibt die Situation widersprüchlich. In einem Interview auf der Homepage der Ameks erweckt Taylor den Eindruck, die Vertragsauflösung mit den Lions sei geklärt. Davon wollen die Lions jedoch nichts wissen. Des Rätsels Lösung könnte der amerikanische Agent von Taylor sein, der seinem Klienten möglicherweise signalisiert hat: „Das geht schon klar.“ Vielleicht im Vertrauen darauf, dass die Lions ohnehin nichts daran ändern können und er sich Arbeit sparen wollte.

Nächste Einträge →