Danny Albrecht kommt

Eine Überraschung ist der Wechsel des 27-Jährigen Centers von den Lausitzer Füchsen nach Frankfurt nicht. Sein Kommen war schon längst ein offenes Geheimnis, schließlich hat ihn Manager Michael Bresagk (beide kommen übrigens aus Bad Muskau) mehrfach beobachtet: „Wir können uns glücklich schätzen auf einer unserer Schlüsselpositionen im Sturm einen Spieler wie Danny für uns gewonnen zu haben. Er wird aufgrund seiner Spielweise bei uns sicher viele kreative Akzente setzen, das Spiel gestalten und gleichzeitig als Leader auf dem Eis voran gehen. Denn genau diese Qualitäten hat er in den vergangenen Jahren in der 2. Bundesliga als Leistungsträger bei den Lausitzer Füchsen bewiesen.”
Interessant ist Albrechts Begründung, künftig für die Löwen aufzulaufen, denn Trainer Frank Gentges ist für ihn kein Unbekannter: „Ich habe mit Frank Gengtes bereits vor zehn Jahren zusammengearbeitet und schon damals hat mich seine Arbeitsweise überzeugt. Zudem reizt mich die sportliche Perspektive in Frankfurt, denn ich will Teil eines erfolgreichen Teams sein und mit den Löwen in die 2. Liga kommen. Natürlich spielt es auch eine große Rolle, dass die Löwen eine tolle Fan-Basis haben und immer vor gut gefüllter Halle spielen, was Spaß macht und zusätzlich motiviert.“
Der 177 cm große Linksschütze bringt die Erfahrung aus insgesamt 415 Zweitliga-Spiele für die Lausitzer Füchse, Bremerhaven, Essen, Regensburg und Schwenningen mit. In der vergangenen Spielzeit absolvierte er 48 Hauptrunden-Spiele für die Füchse, in denen er 32 Scorer-Punkte (9 Tore) erzielte. In den Play-Offs kamen weitere fünf Spiele dazu, in denen er sechs Punkte beisteuerte und mit den Füchsen in der ersten Runde nur knapp an den favorisierten Wild Wings aus Schwenningen scheiterte.

Branislav Pohanka besetzt erste Kontingentstelle

Ein slowakisch/tschechischer Stürmer bei den Löwen/Lions – das hat es seit den Zeiten Jiri Lala und Robert Reichel nicht mehr gegeben. Sieht man von den eingedeutschten Martin Reichel oder Radek Krestan einmal ab. Ab der kommenden Saison ist nun ein Slowake an Bord: Branislav Pohanka.
In der vergangenen Spielzeit lief der 27-jährige Stürmer für den EHC Dortmund auf und erzielte in 36 Hauptrundenspielen inklusive der Meisterrunde (einige Spiele verpasste er verletzungsbedingt) 27 Tore und 26 Vorlagen. In den darauffolgenden Play-Offs schoss er in 8 Spielen 7 Tore und steuerte weitere 8 Vorlagen bei.

Ein Gentges-Mann

Löwen-Trainer Frank Gentges freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Stürmer: “Branislav Pohanka war vergangene Saison das Herz und die Seele meiner Mannschaft und der mit Abstand beste Spieler. So selten er sprichwörtlich für die Galerie spielt, so wertvoll ist er für die Mannschaft. Ich habe in der Oberliga keinen Stürmer gesehen, der in der Defensive und in Unterzahl auch nur ansatzweise seine Qualitäten hat. Darüber hinaus hat er auch große Scorerqualitäten, besonders gegen Top-Teams.”
Vor seinem Wechsel nach Dortmund verbrachte der Stürmer seine Karriere ausschließlich in seinem Heimatland Slowakei. Den Großteil seiner nahezu 300 Spiele in der slowakischen 1. Liga (Extraliga) und 2. Liga absolvierte er für den MHk 32 Liptovksy Mikulas. Branislav Pohanka erhält einen Einjahresvertrag in Frankfurt, auflaufen wird er als Löwe mit der Rückennummer 25.

„Von Frankfurt habe ich schon in der Slowakei gehört“

Bei den Löwen Frankfurt wird er seine zweite Spielzeit in Deutschland bestreiten: “Frankfurt hat Eishockey-Tradition, das habe ich schon früher in der Slowakei mitbekommen. Ich freue mich jetzt selbst ein Teil der Löwen zu sein und natürlich reizt mich, dass die Löwen über kurz oder lang wieder nach oben wollen, denn das will ich auch. Die Zusammenarbeit mit Frank Gentges in Dortmund war erfolgreich und ich weiß, was er von mir erwartet. Das ist sicher ein Vorteil für meine zweite Saison in der Oberliga.”

Christoph Ziolkowski kommt aus Duisburg

Die zweite Neuverpflichtung der Löwen trägt die Handschrift von Trainer Frank Gentges: Den 21-jährigen Christoph Ziolkowski, zuletzt mit dem EV Duisburg im Oberliga-Finale gegen Bad Tölz, spielte zuvor schon für Gentges´ Ex-Klub Dortmund. Im vergangenen Jahr entwickelte er sein Talent weiter, beim EVD schoss er in 51 Spielen 19 Tore und gab 32 Vorlagen. Zudem stand er viermal im Aufgebot des Zweitligisten Bremerhaven. Der gebürtige Kölner begann seine Karriere im Nachwuchssystem der Kölner Haie, für die er in allen Jahrgangsstufen auflief und schließlich auch in das DNL-Team aufrückte. In der Saison 2008/09 bestritt er im Team der Kölner Haie zudem sein erstes DEL-Spiel.
“Wir dürfen aufgrund der Bestimmungen nur 15 Spieler über dem Jahrgang 1991 haben. Von den U21-Spielern ist er als Stürmer meine erste Wahl. Ich denke, das sagt alles”, so Löwen-Trainer Frank Gengtes über die Verpflichtung des großen Talentes. “Deshalb bin ich auch sehr froh, dass wir Christoph verpflichten konnten. Er ist ein kompletter Spieler, der auf allen Spielpositionen stark ist – selbst als Verteidiger. Ich sehe ihn aber klar auf der Mittelstürmer-Position.”
Ziolkowski, der mit der Nummer 81 auflaufen wird, möchte bei den Löwen den nächsten Entwicklungsschritt machen: “Ich bin sicher, dass das aufgrund des Umfelds in Frankfurt klappen wird.” Schon in der letzten Saison konnte sich Ziolkowski ein Bild vom Frankfurter Umfeld machen: “Die Spiele in Frankfurt in der vergangenen Saison mit Duisburg waren für mich immer etwas besonderes aufgrund der Kulisse und Fans.”

Lions: Auch ein bisschen Meister!

Im Halbfinale waren es noch 8 Ex-Lions, im Finale immerhin noch zwei: Richie Regehr und Nick Angell bei den Eisbären! Also sind die Lions auch ein bisschen Meister! Erst recht, wenn man Nick Angell hört: “Gegen die ´verbotene Stadt´ Mannheim darf man nicht verlieren – das habe ich bei den Lions gelernt!” Und er fragte: “Wann steigen die Löwen wieder auf? – Ich hatte viel Spaß in Frankfurt!”
Tatsache bleibt: Die Frankfurt Lions sind das EINZIGE Team, gegen die die Eisbären Berlin eine Finale seit 2004 verloren haben!!! Und später noch in den Pre-Playoffs! Ein “Alltime-Angstgegner”!!!
Mannheim hat es in Spiel 4 vergeigt – die Lions haben in Spiel 4 den Titel gegen die Bärchen geholt! Das sind die kleinen Unterschiede!

16.4.2004 regiert!

Norman Martens kommt mit DEL-Erfahrung

Der 25-jährige Left Wing spielte zuletzt für Zweitligist Dresdner Eislöwen (29 Punkten). Seine Karriere begann Norman Martens im Nachwuchssystem der Eisbären Berlin, für die er sowohl in der Juniorenmannschaft, als auch in der DNL und der Oberliga aktiv war. In Berlin kam der Linksschütze auch zu seinem ersten DEL-Einsatz in der Saison 2004/05 und feierte drei deutsche Meisterschaften mit den Eisbären. Insgesamt kann Martens auf die Erfahrung von 149 DEL-Spielen für Berlin und Ingolstadt zurückblicken.
Manager Michael Bresagk hatte Martens schon seit einer Weile im Blickfeld, unlängst hat sich auch Trainer Frank Gentges bei Dresdens Gastauftritt in Bietigheim ein Bild von dem Stürmer machen können. „Norman hat in Berlin eine tolle Ausbildung erhalten. Er hat trotz seines noch jungen Alters viele Erfahrungen gesammelt, unter anderem auch in den Meistermannschaften der Eisbären. Wir sind uns sicher, dass er in unserem Team für die neue Spielzeit eine wichtige Rolle einnehmen wird“, so Bresagk.

Freundin lebt schon in Frankfurt

Norman Martens zu seinem Wechsel: „Ich war ein Eislöwe, und jetzt bin ich ein echter Löwe. Ich freue mich auf meine neue Herausforderung in Frankfurt. Von mir aus könnte es jetzt schon wieder losgehen. Ich habe die Eissporthalle Frankfurt immer wegen der tollen Atmosphäre geschätzt.“
Neben der sportlichen Herausforderung sind die Löwen für Martens auch eine Herzensangelegenheit: “Dadurch das meine Freundin hier wohnt, kenne ich die vielen Vorzüge der Stadt und Umgebung sehr gut und fühlte mich schon vorher wie ein halber Frankfurter. Ich hoffe, dass ich hier schnell ankomme, vor allem wenn wir mit unserem neuen Team auf dem Eis Gas geben. Dass ich nun meine Eishockey-Karriere und mein Privatleben verbinden kann, ist auf jeden Fall toll.”

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